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MUTMACHER 01/ 2007
Abenteuer in Drei Eichen
Mandy und Kati unterwegs

Voller Erwartung und Freude haben wir uns am 28. Oktober 2006 um 11.00 Uhr in Lichtenberg getroffen, um leider nur für zwei Tage auf Abenteuerreise nach Drei Eichen in die Märkische Schweiz bei Berlin zu fahren. Wir waren alle sehr aufgeregt. Wir wussten nicht was uns erwartet oder was für uns vorbereitet wurde. Die Fahrt dort hin war aber sehr lustig. vor allem für Paula, Töchterchen von Kati! Ein Bericht von Mandy Didschuns und Kati Grysla, Öffentlichkeitsarbeit M·U·T e.V.

Endlich, um 12.30 Uhr kamen wir an und wurden sehr herzlich empfangen. Charlotte Bergmann, die Leiterin der Einrichtung, und alle anderen haben sich sehr über uns MUTmacher gefreut. Für uns stand der neue Bungalow bereit, in dem wir auch gleich unsere Zimmer einteilten und unsere Sachen auspackten. Eine sehr große Überraschung war, dass auch ein M·U·T-Mitglied mit seinem Neffen Calvin an dem Programm teilnehmen wollte. Worüber wir uns dann alle sehr freuten: die Küchenfeen hatten uns schon ein leckeres Essen gekocht. Durch die Aufregung und die Anfahrt hierher hatten alle großen Hunger. Die Waldluft ist doch anders als die Stadtluft. Nach dem Essen sind wir zur Feuerstelle vor dem Brotback-Lehmofen gelaufen. Dort wartete schon sehnsüchtig Ramon auf uns. Er sollte uns die zwei Tage begleiten. Wir setzten uns zusammen in die Runde und haben uns von den bösen Geistern befreit, die wir aus der Stadt mit gebracht hatten. Dabei haben wir uns mit Salbei (Rauch) eingeräuchert und Ramon hat für uns auch ein Willkommenslied gesungen. Jetzt waren wir startklar den Wald zu erkunden.
Wir gingen alle in den Wald um Holz zu sammeln. Es war alles sehr aufregend. Alle haben es sichtlich genossen diese herrliche Waldluft zu riechen. Zwei bis drei Stunden haben wir im Wald verbracht. Abenteuer in Drei EichenEs knisterte alles um uns herum. Jeder hat seinen eigenen Stapel Holz gesammelt worauf auch jeder sehr stolz war. Ramon hat uns vorher erzählt, wie man Holz sammelt und was für welches man braucht, um ein Lagerfeuer zu machen. Voll bepackt sind wir zurück zum Dorf.
Dort angekommen, hat uns Ramon gezeigt, wie man ein Lagerfeuer vorbereitet und mit nur einem Streichholz Feuer macht. Bei ihm hat es auch sehr gut funktioniert. Somit hatten wir alle die Aufgabe ein kleines Feuer zu machen und es nur mit einem Streichholz zum Brennen zu bringen. Das war sehr spaßig und auch gar nicht so einfach. Das Feuer sollte zusätzlich eine viertel Stunde lang brennen ohne auszugehen. Alle waren völlig mit sich selbst und ihrer eigenen kleinen Feuerstelle beschäftigt. Doch geschafft haben es dann alle. Während wir mit unserem kleinen Feuer beschäftigt waren, hat Ramon das große Lagerfeuer zum Brennen gebracht. Denn es sollte noch eine Überraschung auf uns zu kommen: ein netter Grillabend am offenen Feuer. Alle versammelt haben wir uns die Bäuche vollgeschlagen. Es blieb auch fast gar nichts übrig. Dabei haben wir uns alle sehr gut unterhalten. Es war eine sehr nette Runde! Ramon hat uns viel über die Indianer erzählt. Das war alles richtig spannend. Denn wir haben viele Dinge gelernt. Die Indianer hatten früher kein Besteck, Tassen oder Teller. Wie wir feststellten, waren wir doch sehr verwöhnt. Bei uns steht auch alles in den Küchenschränken. Doch das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen. Kati und ich haben dann angefangen unsere eigenen Schalen aus Pappelholz mit der Glut aus dem Lagerfeuer herzustellen. Das ist gar nicht so einfach und sollte auch sehr zeitaufwendig sein. Doch Zeit hatten wir an dem Abend mitgebracht. Außerdem war ich auch voll in meinem Element. Wir waren wie besessen. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen meine Schale fertig zu machen. Kati und ich sahen natürlich schon aus wie kleine Feuerteufel und die Männer saßen uns gegenüber und hatten Freude beim Zusehen. Doch da hat sich in den Jahren nicht viel geändert. Früher war es auch die Aufgabe der Frauen, die Schalen herzustellen. Aber wir haben uns dabei so wohl gefühlt. Wir hatten Spaß und soviel Freude. Wir waren ausgefüllt und am Ende sehr stolz auf unser Ergebnis. Der Abend neigte sich auch so langsam dem Ende zu. Wir waren doch etwas erschöpft (die Frauen). Es war auch ein langer und aufregender Tag. In der Unterkunft angekommen, konnten wir dann nur noch herzhaft lachen, als wir uns alle im Spiegel betrachteten. Das werde ich nie vergessen. So endete der Abend.

Am nächsten Morgen haben wir uns alle sehr gefreut über das reichhaltige Frühstück. Nach dem Frühstück sind wir alle noch mal in den Wald und sollten ihm lauschen. Getrennt voneinander hat sich jeder ein kleines Plätzchen gesucht. Meistens unter einem Baum. Das war am Anfang für mich doch sehr gruselig. Obwohl es am helllichten Tage war. Denn als Stadtkind hat man nicht so den Bezug zum Wald. Ich habe mich andauernd erschreckt. Hätte doch jeden Moment ein Wildschwein vor mir stehen können. Aber mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Geräusche. Es waren doch nur einzelne Blätter und Äste, die vom Baum fielen. Ab und zu hat man auch einen Vogel gehört. Zum Glück. Nach zwanzig Minuten haben wir uns wieder zusammen gefunden, nachdem Paula uns alle gerufen hat. Kati und MandyDas hat ihr auch sehr viel Spaß gemacht. Sie konnte endlich so laut schreien und rufen wie ihr das gefiel. Wir tauschten uns noch etwas über die einzelnen Erlebisse aus, die wir im Wald alleine erlebt hatten und machten uns dann auf den Weg zurück ins Dorf. Denn es war auch schon wieder Mittagszeit. Leider ging unsere Zeit im Tipidorf bei Drei Eichen auch schon zu Ende. Dabei waren wir schon eins mit der Natur. Die Zeit war leider viel zu kurz. Wir verabschiedeten uns von allen und bedankten uns für dieses herrliche und etwas andere Programm. Drei Eichen ist nur eine Stunde von Berlin entfernt und ein totaler Anreiz für uns geworden, gleich im Sommer noch mal hinzufahren. Es war eine tolle Erfahrung und eine sehr schöne Abwechslung vom Alltag aus der Stadt zu fliehen.
Danke auch noch mal an alle von Drei Eichen, die uns eingeladen haben, mal auf eine andere Art und Weise die Natur kennen zulernen. Mit voller Begeisterung berichten wir den Menschen am Informationsstand von M·U·T von unserem tollen Erlebnis. Wir freuen uns, Drei Eichen bald wieder besuchen zu kommen. Bis dahin viel Erfolg!

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