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Naturscutzstation Malchow, Berlin
Biobüffet vom Storchencafé
“Molto bene”, lobt Massimo, Obstbauer aus Ferrara, der mit einer italienischen Delegation von Landwirten die Naturschutzstation
Malchow besucht, Ramonas Bio-Büfett. Und wie es Italiener nun mal tun, wenn ihnen etwas besonders gut schmeckt, tippt er sich
mit dem Zeigefinger an den Hals und dreht ihn genüsslich. Ein größeres Kompliment kann man der Schöpferin all dieser kulinarischen
Vielfalt kaum machen. Aber gelernt ist gelernt. Na ja, so richtig im klassischen Sinne war das eigentlich nicht der Fall.
Ein Bericht von Werner Reinhardt
Die studierte Volkswirtin hatte früher meist mit Finanzökonomie zu tun, wenn auch einige Zeit in der Gastronomie. Doch als sie
Anfang der neunziger Jahre einige Gaststätten abwickeln musste, hatte sie plötzlich mit dem Hellersdorfer “Talblick” selbst ein
Restaurant mit Außer-Haus-Verkauf. Auch wenn das nur vier Jahre lief, ließ sie das Metier nicht mehr los. Ihr Start als Umwelterzieherin in der
Naturschutzstation Ende der neunziger Jahre begleitete die Arbeit in der Moabiter “Huttenklause”, die sie nebenbei betrieb. Für die Malchower und ihre Außenstellen
war und ist Ramona zweifellos ein Glücksgriff. Von Anfang an betreute sie kulinarisch die Veranstaltungen des Fördervereins, vor allem das
traditionelle Storchenfest, das in diesem Jahr am Wochenende 7. und 8. Juli immerhin zum 13. Mal stattfindet.
Der Wunsch zahl-reicher Besucher zumindest nach Kaf-fee und Kuchen ließ 2002 an den Woch-enenden die “Malch-ower Obst-Gemüse-Kräuterküche” ent-stehen. Von
Anfang an saisonal und regional orientiert und auf Bio aus-gerichtet, fand sie gute Resonanz. Während sich der lange Name schon bald in
das präg-nante “Storchencafé” verkürzte, wurde das Angebot immer breiter. Nach vielen Veranstaltungen in der Naturschutzstation und auch privaten Feiern von Mitarbeitern,
die Ramona liebevoll ausrichtete, drang die Kunde von Qualität und vor allem besonderer Note rasch nach Außen. Anfragen häuften sich.
So war der nächste Schritt zum “Bio-Büfett aus dem Storchencafé” nur noch ein logischer Schritt. Was das bedeutet? Wem eine tolle Idee oder einfach nur die Zeit fehlt,
seine Gäste bei privaten oder betrieblichen Feiern der Jahreszeit entsprechend kulinarisch zu verwöhnen, der sollte sich von Ramona inspirieren lassen und eines ihrer
Spezialbüfetts ordern. Zur Auswahl stehen das Klassische Büfett, Jahreszeitenbüfett, Themenbüfett (Apfel, Kartoffel, Kürbis, Kräuter, Fasching, Grillabend, Erntedank
u.a.), Feiertagbüfett oder Kinderbüfett, alles auch als Brunch lieferbar. Soll es etwas intimer sein, weiß sie mit einem Sekt-Frühstück oder einem individuellen abendlichen
Mahl Rat. Das Angebot umfasst Suppen und warme Gerichte, unterschiedliche Beilagen und Gemüse, Salate, Fingerfood, Platten, Partyschnittchen, Torten und Blechkuchen, natürlich
auch Getränke. Besonders beliebt sind ihre selbst kreierten Brotaufstriche, die auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche am von der Naturschutzstation Malchow gestalteten und betriebenen
Länderstand Berlin ein Renner waren. Natürlich ist alles Bio, vegetarisch oder gemischt. Das trifft auch auf ihre Präsentkörbe zu. Die Preise bewegen sich am unteren Limit vergleichbarer Partyservices.
Nur dass hier alles etwas anders ist, denn stets tüftelt Ramona an neuen Rezepten, ist unentwegt auf der Suche nach ihnen. Die Nachfrage hat sich inzwischen derart entwickelt,
dass jeder gut beraten ist, nicht zu kurzfristig zu bestellen.
Jüngstes Vorhaben des Storchencafés sind Picknick-Körbe, die ab April in der Naturschutzstation ausgeliehen werden können. Für
die entsprechende Bestückung sorgt natürlich Ramona Schmolz. Veranstaltungen werden natürlich weiterhin vom Storchencafé begleitet.
Den beliebten Kräuterwanderungen rund um Malchow schließen sich Verkostungen wild wachsender Kräuter an. Man kann nur staunen,
welch schmackhafte Gerichte sich daraus zubereiten lassen. Eine Suppe aus einem Dutzend Pflanzen vom Wegesrand mit Distelblättern
und Brennesseln ist wahrlich nicht alltäglich. Beinwellomeletts oder gefüllte Klettenblätter überraschen
auch den verwöhnten Genießer. Es sei nicht unerwähnt, dass die Naturschutzstation auch Säfte, aus der Ernte von den eigenen
Streuobstwiesen gepresst, zu bieten hat. Und wer einmal das biozertifizierte Fleisch der Robustrinder gekostet hat, die in extensiver
Freilandhaltung ohne Kraftfutter und Antibiotika mindestens drei Jahre im Naturschutzgebiet weiden dürfen, wird sich nie wieder im Supermarkt
bedienen.
Bestellen Sie Bio!
Naturschutzstation Malchow unter:
Tel.: 030 927 99 830
Fax: 030 927 99 831
Ab April können auch Bestellformulare von der Homepage des Fördervereins wwww.naturschutzstation-malchow.de heruntergeladen werden.
13. Storchenfest in Malchow
Am 7. und 8. Juli, an zwei Tagen wieder buntes Treiben in der Naturschutzstation Malchow unter dem Storchennest. Am Sonnabend
von 13.00 bis 19.00 und am Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Marktstände, Spiele und Tänze für Jung und Alt, informative Vorträge,
zahlreiche Gelegenheiten zum Mitmachen, Künstler in Aktion. Am Sonntag von 10 bis 12 Uhr spielt die
Berliner Jazzin´ Kids Revival Band zum beliebten Jazzfrühschoppen Blues und Dixieland. (Nur zu dieser Veranstaltung werden 5 EUR Eintritt erhoben). Für das leibliche Wohl
sorgen die abwechslungsreiche Bioküche des Storchencafés mit Deftigem, Leichtem und Süßem sowie die Berliner Schultheiss-Brauerei. Die Tombola ist an beiden Tagen dank großzügiger Sponsoren
mit sensationellen Preisen ausgestattet. Im vergangenen Jahr gab es unter anderem hochwertige Fahrräder und attraktive
Kreuzfahrten für zwei Personen zu gewinnen. Und in diesem Jahr? Lassen Sie sich überraschen!
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