M·U·T macht aktiv!
Eltern & Lehrer aufgepasst!
Vergeblich haben in den letzten Wochen kleine und große Besucher des Kinderbauernhofes Ausschau nach unserem Pony Paule gehalten. Auf die Fragen nach ihm mussten wir erklären, dass Kinder, Mitarbeiter/innen und Freunde des Kinderbauernhofes Abschied von Pony Paule nehmen mussten.
Ein Bericht von Annett Rose, Leiterin Kinderbauernhof Pinke Panke e.V.
Paule war schon in den letzten Monaten sehr krank. Leider wurde es trotz inten- siver Bemühungen, tierärzt- licher Betreuung und liebe- voller Pflege nicht wirklich besser. Er bekam sogar orthopädische Hufeisen, eine teure Angelegenheit, die ihm zumindest eine Weile Erleichterung verschaffte. Doch kaum konnten wir kurzzeitig aufatmen,
gab es bald wieder eine betrübliche Verschlechterung. Paule litt an der so genannten Hufrehe, einer Eiweißvergiftung, die zu sehr schmerzhaften Veränderungen im Huf führt. Hervorgerufen wird sie durch falsche Ernährung. Die so gern gegebene unerlaubte und zusätzliche Scheibe Brot ist schnell eine tödliche Dosis.
Wir haben uns immer bemüht, alle Besucher/innen des Bauernhofes über den Gesundheitszustand von Paule aufzuklären. Klare Verhaltensregeln sollten dazu beitragen, Paule zu helfen.
Doch leider, leider wurde beispielsweise das absolute Fütterungsverbot zu häufig heimlich umgangen. Zuviel Spaß machte es wohl, unseren verfressenen Liebling zu füttern. Und Paule fraß dankbar immer alles, was er kriegen konnte – bis zuletzt.
Dabei hätte jeder aufmerksame Gast Pauls Qualen erkennen können. Auch darüber sind wir traurig und enttäuscht. Nach einem schlimmen Wochenende war klar, dass wir Paule nicht mehr helfen konnten. Die Schmerzen waren so heftig, dass er gar nicht mehr laufen und kaum noch stehen konnte. Alle, die ihn lieb hatten, wollten ihm das nicht antun, so dass wir ihn erlöst haben.
Pony Paule fehlt uns sehr. Eine große Lücke ist entstanden. Auch unser Esel Momo vermisst seinen langjährigen Gefährten sehr.
Unsere Bitte an alle Besucher des Kinderbauernhofes, aber auch aller anderen Einrichtungen mit Tieren: Haltet euch zum Schutz der Tiere an die Regeln. Füttert nur in Absprache und Zustimmung der Verantwortlichen. Die Tiere werden ausreichend versorgt. Und auch wenn sie gern „so tun“, als sei ihr Hunger groß – sie naschen halt gern alle. Wahre Tierfreunde haben dafür Verständnis. Sie stellen Ihren Spaß am Füttern der Tiere hinter die Gesundheit der Tiere. Allen, die das verstehen und einhalten, gilt im Namen der Tiere unser Dank.
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